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UOB - Ultima Online Bibliothek -: 14. Diebesfreud und Diebesleid
 
 

Der letzte Held von Britannia

Diebesfreud und Diebesleid

 

Die Abenteuer eines der letzten Helden in Britannia...

 

Hail and wellmet!

Ich wusste noch immer nicht, wie ich meinen neuen Auftrag bewältigen sollte. Doch den Kopf zerbrechen wollte ich mir auch nicht deswegen. Ich schlenderte durchs Schloss und hoffte auf eine Eingebung. Es herrschte überall Lärm. Die Männer von Blackthorn feierten und johlten dabei, aus Blackys Zimmer klang das Kreischen einer Frau und in der Küche jodelte der Heiler, der es wohl wieder einmal mehr nicht lassen konnte. Innerlich schüttelte es mich. Das man sich in einer solchen Umgebung wohl fühlen kann? Ich ging um eine Ecke und es machte

*KLONG*

Konfuzius sprach dazu: Wenn man angegriffen wird, so verschaffe man sich Sicherheit über die Zahl der Feinde, damit die folgende Entscheidung wohl sei. Ich fiel um und zählte also Sterne. Es schmerzte, aber nur wie wenn der Barde einem seine Laute auf dem Kopf zertrümmert, weil man zu wenig Beifall gespendet hat. Als ich bei 20 angekommen war gesellten sich nach einem neuen

*KLONG*

weitere hinzu. Ich gab das Zählen auf, denn es schien mir, als sei dem Problem damit nicht beizukommen. Deswegen gab ich in die Richtung aus der die Sterne kamen einen Fusstritt ab. Dadurch erntete ich ein "Argh!" aus der Richtung und dies verschaffte mir den Moment den ich brauchte, um mich wieder zu fangen. Ich sah den pockennarbigen Kerl, der mich einmal so wüst beschimpft hatte als ich das erste Mal hierher geschleppt wurde. Er hatte wohl meinen damaligen Tritt nicht vergessen und suchte sich nun zu rächen.

"Was soll das, gib auf Memme, auf dass ich dich schone, ha!" rief ich.

Er holte nur aus und versuchte es wieder doch nun war ich darauf gefasst. Ich trat zurück, liess ihn ins Leere laufen und versetzte ihm einen weiteren Tritt in sein Sitzorgan. Damit hatte er nun genügend Schwung um mit dem Kopf in die nächste Mauer zu krachen. Dies schien ihm nicht so zu bekommen, denn er fiel danach um und blieb liegen. Beim Fallen schepperte er mit seiner Rüstung und ich hoffte, der Lärm würde niemanden herbeirufen. Doch die Leute machten ja alle selber genügend Krach. Daher verzog ich mich nun in die Küche. Als ich diese nun betrat, sah ich durch den Kochdunst den Heiler am Tisch sitzen wie er mit dem Koch zusammen trank. Es standen bereits 5 leere Flaschen da. Ich wunderte mich über die Freizügigkeit des Kochs. Doch als ich näher kam sah ich, dass dieser bereits derart betrunken war, dass er nichts mehr wahrnahm. Der Heiler nutzte dies nun leidlich aus um so viel wie er nur konnte zu trinken.

"Was soll das" schimpfte ich "hast du den Mann da etwa vergiftet, he?"

Er entgegnete:

"Dieser da ist selber Schuld, er wollte mir beweisen dass er mehr vertrage, haha!"

Ich weiss nicht wie oft ich mich schon gefragt habe, was denn nur heldenhaftes am vielen Saufen sei, aber ich konnte es nicht ändern, diese Leute folgten wohl ihrem eigenen Ehrenkodex der wohl besagte, dass nur wer viel verträgt ein wahrer Mann sei.

"Hör zu, wir müssen bald wieder los, ich erkläre dir worum es geht."

Als ich geendet hatte, fragte ich den Heiler:

"Du hast nicht zufällig eine Idee wie wir das schaffen könnten? Denn es scheint mir, dass ich mit dem Schwert allein das Problem nicht lösen kann, hmpf."

Er setzte eine Flasche an und überlegte dabei. Ich liess ihn gewähren. Eine Flasche später meinte er:

"Wir werden Hilfe brauchen, dieser Sixtus muss abgelenkt werden, während jemand der geschickt ist, ihn um den Stein erleichtert."

Ich sprach:

"Aha, das heisst, ich lenke ihn ab und du nimmst währenddessen den Stein, hehe."

Er widersprach:

"Ich kann das nicht, ich habe nur schwache Nerven. Ich würde erwischt werden und dann....."

Er liess den Satz unvollendet. Ich überlegte doch es wollte mir nichts einfallen. Der Heiler grunzte:

"Was ist mit der Frau da die ihr kennt?"

"Von welcher Frau ist die Rede?"

"Die welche ihr letztens erblicktet in Trinsic" half er mir auf die Sprünge. "Shea? Hmm, ich weiss nicht ob sie uns helfen würde, sie geht meist anderen Dingen nach."

Er meinte:

"Fragen kostet nichts, oder?"

Ich gab ihm recht und beschloss es zu versuchen. Ich machte mich also bereit für den Aufbruch und der Heiler tat widerwillig dasselbe. Aber zuvor deckte er sich noch beim Koch mit Alkohol ein, das sah ich aus den Augenwinkeln. Doch ich liess ihn in Frieden, da Konfuzius meinte, dass das Schwert durch zu regen Gebrauch stumpf wird. Wir sassen auf und ritten durch Britain. Es war Nacht und daher war nicht allzuviel los. Tagsüber wäre ich bereits von den Wachen des Königs gehetzt worden. Wir verliessen die Stadt und wandten uns nach Süden. Wir wurden von niemandem belästigt, nicht einmal ein Monster liess sich blicken, ob die nachts wohl auch schlafen? Der Tag brach wieder an und wir näherten uns dem Haus in dem meine Freundin lebte. Ich hoffte, sie sei zu Hause. Als ich jedoch die toten Echsen überall liegen sah, war ich mir dessen ziemlich sicher. Ich stieg ab und klopfte an. Die Türe ging auf und wir betraten das Haus.

"Huhu!" rief ich "ich bin froh das du hier bist."

Sie meinte:

"Selber huhu, nett, dass du wieder mal reinschaust, aber ich verlange eine Erklärung für dein seltsames Verhalten und was dieser da hier soll, der stinkt nach Schnaps, was für Freunde hast du eigentlich?"

Ich nahm Platz und begann die ganze Geschichte zu erzählen. Sie hörte zu und so manchesmal lachte sie dabei. Als ich geendet hatte fragte ich, ob sie mir wohl helfen würde.

"Klar, was denkst du denn, ts ts, typisch Mann."

Ich freute mich darüber und erklärte meinen Plan, den ich gefasst hatte. Nachdem wir uns abgesprochen hatten, brachen wir auf. Der Heiler und ich warteten draussen während die Dame sich reisefertig machte. Als sie fertig war ging es los, immer Richtung Westen nach Skara Brae. Diese Gesellschaft gefiel mir viel besser als die des alten Säufers, hehe. Wir erreichten das Meer und wandten uns nach Norden, um zur Fähre zu gelangen. Als wir diese erreichten stiegen wir ab und liessen unsere Pferde samt Heiler auf einer umzäunten Weide stehen. Danach setzten wir über. Es war einiges los als wir ankamen und wir suchten sogleich ein Wirtshaus auf um nach Sixtus zu fragen. Der Wirt meinte:

"Er befindet sich immer in einer Taverne welche nicht weit von seinem Haus liegt im Westen der Stadt."

Ich bedankte mich höflich und wir schlugen die angegebene Richtung ein. Dort angekommen betrat ich alleine die Spelunke und fragte nach Sixtus. Man wies mich an einen Tisch. Ich trat näher und erblickte einen glatzköpfigen Mann der sich in teure Stoffe gekleidet hatte und beim Würfelspiel sass.

"Seid Ihr Lachlanan?" fragte ich.

"Ja, tatsächlich und Ihr seid wohl ein Blackthorn Spion der mir meinen Edelstein stehlen will, nicht wahr?"

Ich fragte etwas erschrocken, wie er darauf komme und bemerkte, das ich ja mein Chaos Schild auf dem Rücken trug.

"Ihr seid nicht der erste und werdet nicht der letzte sein, der Stein befindet sich stets in meiner Nähe" lachte er.

Ich sah mich um und liess den Blick durch den Raum schweifen. Ich sah ihn nirgends. Bis mir das etwas bläuliche Licht auffiel das hier herrschte. Und richtig, an der Deckenleuchte hing der Stein, er war wirklich gross. Ich verliess die Taverne und gab Shea bescheid die draussen wartete und sich sichtlich langweilte.

"Es ist soweit, tu dein Bestes bitte, hier ist nichts zu machen mit List, nur mit Schnelligkeit" sagte ich.

Sie sagte nur:

"Pah!" und liess mich stehen. Sie betrat den Raum nun und schaffte es, aller Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ich hörte von draussen zu. Ich ging auch wieder hinein und rief:

"Monster, überall Monster, Skara Brae wird überfallen!!"

Die Leute wendeten sich mir zu und begannen die Taverne hastig zu verlassen. Während des Tumultes schnappte Shea sich den Stein und wollte auch gehen. Doch der blöde Sixtus bemerkte es sofort und johlte:

"Haltet sie auf, sie hat meinen Stein, die Frau da los!" kreischte er.

Ich gab ihm eine Maulschelle und er war erstmal ruhig. Shea stiess die Leute aus dem Weg und ich half dabei, sodass wir die Taverne verlassen konnten. Die Leute hatten sich bis zu diesem Zeitpunkt jedoch gefangen und nahmen die Verfolgung auf. Wir rannten so schnell wir konnten und ich spürte, es würde sehr sehr knapp werden. Der Weg zu Fähre war bereits abgeschnitten und wir wendeten uns dem Meer zu.

"Kannst du schwimmen?" fragte ich Shea.

"Besser als du Pläne schmieden kannst" lachte sie.

Wir stürzten uns in die Fluten und begannen auf das Festland zuzuschwimmen. Hinter uns wurde bereits geschossen, ich hatte keine Ahnung woher sie so schnell Bogenschützen her bekamen. Wir waren schon fast ausser Reichweite doch ich wurde in den Rücken getroffen von einem Heavy X-Bow, denn ich verlor fast die Hälfte meiner HP. Als wir das Ufer errreicht hatten, gingen wir an Land und suchten unsere Pferde. Der Heiler hatte darauf aufgepasst und sprang auf als wir kamen. Wir stiegen auf unsere Pferde und hasteten davon, während der Heiler mich behandelte. Bereits setzten Leute mit der Fähre über und wir ritten so schnell davon wie wir nur konnten. Doch sie gaben nicht auf, sie setzten uns nach...

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