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unkle Schatten III
<!--StartFragment --> Bordodan erhob sich und wischte sich den Schweiß von der Stirn, es war ungewöhnlich warm für einen frühen Morgen im Februar. „Wo ist Hannington?“ fragte er einen seiner zahlreichen Diener, welche sich geschickt durch die Menschen schlängelten und hier und dort ihre Dienste verrichteten. „Sir Hannington ist in seinen Gemächern, mylord. Er wirkte erschöpft und wollte sich ein wenig ausruhen“ „Nun gut dann werde ich später mit ihm sprechen und ihr werdet mir hier für Ordnung sorgen. Schickt die Leute weg die mich nicht begleiten und gebt den anderen Brot und frisches Met. Stellt Bänke und Tische hier im Garten auf, ich werde in einer Stunde zu ihnen sprechen“ Der Diener nickte und Borodan entschwand in sein Arbeitszimmer. Es mussten noch Vorbereitungen getroffen werden.
Hannington warf sich keuchend und stöhnend in seinem Bett hin und her. Kalter Schweiß rann ihm über die Stirn und sein Atem ging stoßweise. Der Schmerz der in seinem Körper brannte raubte ihm fast die Sinne. Ein kehliges Grunzen drang aus seiner Kehle zusammen mit einem fast animalischen Wunsch, etwas blindwütig zu zerstören. Hannington zuckte und rollte aus dem Bett, kam auf die Füße und zertrümmerte in einem Anfall von Schmerz seinen kleinen Holztisch auf dem eine kleine Glaskaraffe stand. Er stieß einen langgezogenen gequälten Schrei aus und wurde bewusstlos.
Darlene, Borodans Gedanken kreisten wie so oft um sie. Verzweiflung und Kummer machten ihm das Herz schwer. Hätte er sie nur niemals mit auf die Reise genommen, seine zerbrechliche Darlene die den Verlust ihrer Freunde nicht überwinden konnte. Den ganzen Weg zurück nach Britania war sie weinend gelaufen und als sie schließlich angekommen waren, hatte sie ihm mit fast hasserfüllter Stimme gesagt, das sie ihn niemals wieder sehen wollte. Borodan lies die Schultern sinken. Sie machte ihn verantwortlich und er, der sich ohnehin schon schuldig gefühlt hatte, machte sich nun die schlimmsten Vorwürfe. Wie recht du hattest, es ist alles nur meine Schuld..mein Versagen, warf er sich vor und all seine Hoffnung schwand aufs neue.
„Mylord, es möchte euch jemand sprechen“ Borodan erschrak leicht, er hatte den Diener nicht hereinkommen hören. „Schickt ihn rein“ antwortete er knapp und richtete sich auf. Ein paar Pergamente auf seinem Schreibtisch verteilend, so das es aussah als wäre er beschäftigt, wartete er auf den Besucher.
Lavendel...den leichte Duft von Lavendel nahm er als erstes wahr. Borodans Blick flog zur Türe und sein Herz machte einen freudigen Satz. Darlene. Sie stand, in eine lange rote Robe gehüllt an der Türe und sah ihn lange und schweigend an. Schließlich kam sie vollends in sein Arbeitszimmer, zog die schwere Türe hinter sich zu und lies sich in dem bequemen Sessel ihm gegenüber nieder.
Borodan kämpfte den Wunsch sie in die Arme zu schließen mit aller Kraft nieder und zwang sich sitzen zu bleiben. Er verschränkte seine Finger und blickte sie vollkommen aus der Fassung gebracht an. Er wagte es nicht auch nur einen Laut von sich zu geben, aus Angst das sie wieder gehen würde.
„Ich habe gehört das du und eine neue Gruppe wieder aufbrechen wollt“ begann Darlene und musterte ihn lange. Borodan nickte stumm, er wusste beim besten Willen nicht was er ihr sagen sollte. In ihren Augen lag ein leichtes Funkeln „Dann werde ich dich begleiten, liebster Borodan“ Sie lächelte ihn an und seinem Herzen ging die Sonne ein zweites Mal auf. „Bist du sicher?“ brachte er durcheinander hervor. Sie stand auf, kam um seinen Schreibtisch herum und lies sich auf seinem Schoß nieder. „Ich habe dir unrecht getan, Liebster. Es war niemals deine Schuld.
Ich habe Zeit gebraucht um es zu verstehen aber ich habe eingesehen, das du richtig gehandelt hast. Die Hoffnung eines ganzen Landes liegt auf dir mein Geliebter und ich werde dich begleiten“ sie lächelte und verhinderte seine Antwort mit einem langen Kuss.
Draußen herrschte helle Aufregung. Alle starrten den jungen Fremden an der sich ihnen als Paladin des Lichts vorgestellt hatte. Seine Rüstung war aus purem Gold und strahlte mit der Sonne um die Wette. Die jungen Frauen hatten einen kleinen Kreis um ihn gebildet und baten ihn den Helm abzunehmen. Eine Bitte die der Mann nach einigem zögern schließlich nachkam. „Wie heißt ihr?“ fragte eine der jungen Damen und der Fremde lächelte. „Ovaron, mylady. Ich komme nach langer Zeit aus Ilshenar wieder in meine Heimat zurück und werde gleich so empfangen“ grinste er und nippte am Met. Die jungen Frauen kicherten, wurden aber zu seinem Bedauern von den Schlossdienern fortgescheucht.
„Blechbüchse!“ Highcons stimme klang spöttisch. Ovaron wandte sich zu dem muskulösen Mann um. „Ovaron ist mein Name“ erklärte er kühl. „Mir gleich, Blechbüchse. Wirst du mit uns reisen?“ Ovaron nickte zustimmend „Wenn mein Schwert und ich erwünscht sind gerne“ „Mit Eurer Rüstung lockt ihr den Feind an oder auch die Vögel auf den Feldern. Eine ideale Vogelscheuche“ fuhr Highcon fort.
„Highcon, gib Ruhe!“ Hanningtons wütende Stimme hinter ihm lies ihn zusammenzucken. Sein Anblick versetzte ihm den nächsten kleinen Schock. Hannington blutete stark aus einer kleinen Platzwunde an der Stirn, sein Gesicht war aschfahl und er zitterte leicht. „Jawohl Sir“ antwortete Highcon und wandte sich Ovaron zu. „Wir sprechen uns noch, Blechbüchse“ damit stapfte er zu Amasis, dem Tamer.
Wohl sein nächstes Opfer, nahm Hannington an. Er wandte sich leicht schwankend Ovaron zu. „Natürlich seid ihr uns willkommen. Wir können jede Hilfe brauchen die wir bekommen können“ Ovaron nickte erfreut. „Waffen habe ich in rauen Mengen, falls ihr welche benötigt, so lasst es mich Wissen“ fuhr der junge Krieger fort. Höflich den zustand seines Gegenübers ignorierend, lächelte er den anderen Mann an.
Hannington taumelte leicht „Oh das wäre.“ Er brach ab und grunzte...wandte sich um und rannte wie von Sinnen in das Schloss zurück.

<!--StartFragment --> Ariakus lies von dem jungen Mann ab, richtete sich auf und begutachte sein Werk. Leicht entsetzt nahm er das verlockende, verhöhnende Grinsen des Mannes unter ihm wahr. In Seductivos Augen lag eine Art von Spott und trotzdem wirkte er dadurch nicht weniger anziehend als seine Mutter.
„Ich habe es wirklich sehr genossen, Ariakus“ flüsterte er mit warmer, einschmeichelnder Stimme und Ariakus lief ein eiskalter Schauder über den Rücken. Das einzige menschliche an ihm ist sein Aussehen, mehr nicht, dachte Ariakus.
„Bist du fertig mein Engel?“ ertönte die ungeduldige Stimme seiner Herrin hinter ihm. „Ich..“ Ariakus zögerte leicht. „Fast“ erklärte er und ritzte sein Handgelenk mit einem scharfen Messer auf. „Nun du“ flüsterte er mit zusammengebissenen Zähnen und hielt Seductivo seinen Arm hin.„Mit Vergnügen“ antwortete Seductivo, ergriff Ariakus Handgelenk und grub seine Zähne tief in sein Fleisch. Ariakus zuckte zusammen. Die Gier die er in den Augen des anderen gesehen hatte, gefiel ihm ganz und gar nicht.
„Nur keine Sorge mein Engel“ wisperte seine Herrin. „Er wird dich nicht töten. Ich habe noch sehr viel mit dir vor. Aber zunächst werde ich meine Späher ausschicken. Ich vermisse ein Experiment und danach möchte ich Kunde über den Chaoslord und seine Truppen. Ich muss wissen was aus ihnen geworden ist. Ich wünsche ein Bündnis“ beantwortete sie seine unausgesprochene Frage. Sie lächelte ihn kühl an, was eine leichte Panik in Ariakus auslöste.
„Warum befragt ihr nicht einfach eure Kristallkugel?“ entfuhr es ihm unbeabsichtigt. „ARIAKUS!“ ihre Stimme klang wütend und kalt. „Ich weis selbst was ich tun kann und was nicht!“ fuhr sie ihn an und rauschte wütend aus dem Saal.
„Mein armer, kleiner Engel, nun ist sie verärgert“ spottete Seductivo und gab seinen Arm wieder frei. Ariakus unterdrückte den Wunsch ihm darauf passend zu antworten. Der junge Mann ängstigte ihn.Geschickt wie eine Katze glitt Seductivo vom Altar. „Sag meiner Mutter ich werde draußen auf Nahrungssuche gehen. Jahrhundert langer Schlaf macht hungrig“ fügte er mit unheilvollem Grinsen hinzu. Ariakus nickte stumm, froh das er fortging.
Borodan erhob sich mit einem strahlenden Lächeln. „Lass uns nach draußen gehen, ich möchte zu den Menschen sprechen die uns begleiten“ er schenkte Darlene ein gewinnendes Lächeln. „ich werde nachkommen, Geliebter. Du musst an deinen Ruf denken“ sie lächelte ihm aufmunternd zu. „Na gut“ antwortete Borodan dem wieder einmal mehr bewusst wurde das sie nie wirklich zusammen sein konnten.
„Hol mir Hannington. Ich werde eine Ansprache halten“ wies er einen Diener an und trat nach draußen. Sein Blick glitt über den bunten Haufen Menschen die sich mit ihm den Gefahren stellen wollten. Godiva, eine alte Hexe, Amasis, ein Tamer. Dieser Barde namens Asgard, Highcon ein ehemaliger Soldat Ralgars, das Pixieähnliche Wesen Sarah Liana, Ovaron ein Paladin welchem er noch die größte Berechtigung einräumte hier zu sein, Drakul Desther der ihm mit seinem altklugen Gerede auf die Nerven fiel, die schöne Shaliya die ihren verschollenen Freund suchte, sein Freund Hannington, er selbst und zuletzt Woelfin. Darlene hatte er nicht vergessen, aber sie war viel mehr für ihn als nur Gefährtin.
„So du bist also Tamer“ hörte er Highcon zu Amasis sagen. „Und was machst du hier wo richtige Männer gebraucht werden?“ provozierte er den weishaarigen Mann weiter. „Tiere für sich kämpfen zu lassen ist was für alte Waschweiber. Greif selbst zur Waffe wenn du ein Mann bist“stichelte Highcon weiter.
Borodan rollte mit den Augen. Seine ehemaligen Begleiter waren anfangs nicht besser gewesen als diese hier aber er hatte sie fast alle gekannt.
„Warum so betrübt, alter Freund? Ich bin doch da“. Borodan sah hoch. Die Stimme kannte er nur zu gut. „Ich bin hier“. „Alun Tringard“ Borodans Herz machte einen freudigen Satz als er seinen Freund neben zwei Wachen entdeckte.„Borodan alter Halunke“ sein Freund gab den schönen Dienerinnen neben sich einen frechen Klaps auf den Po und kam grinsend zu ihm. „Ich muss schon sagen, Borodan, du verstehst es zu leben“ lächelte er und umarmte seinen Freund herzlich.
„Tut das gut dich wiederzusehen“ murmelte Borodan mit leicht belegter Stimme. Die Freude Alun lebend zu sehen drohte ihn zu übermannen. „Das selbe gilt auch für mich“ antwortete Alun. „Du weist gar nicht wie sehr wir dich brauchen“„Borodan ich habe die Aushänge gelesen und wenn ich mir die Leute hier so ansehe“ Alun grinste breit, „Dann braucht ihr mich wirklich“.
Borodan nickte. „Sieht dir nur diesen Barden an, Asgard. Nicht nur das er einen mit seinem Lautenspiel auf den Geist geht, nein er muss auch noch hinter jedem Weiberrock her sein“ erklärte Borodan. „Oh kein Konkurrent, lieber Freund. Gegen den Charme eines Alun Tringard ist keine gefeit“. Borodan lachte herzhaft. Es tat gut seinen Freund und Magier wieder bei sich zu wissen.
„Zu meinem Bedauern sind es aber nur sehr wenige Damen welche uns begleiten. Die kleine da ist ja noch ein halbes Kind, aber was soll’s..“ „Fass sie ja nicht an, Alun!“ entfuhr es Borodan schärfer als beabsichtigt. „Wie du meinst mein Freund“ antwortete Alun leise. „Sie erinnert mich an Nessaya“ Borodan schluckte hart. Alun nickte verstehend „Wohl wahr. Nun wenn haben wir dann noch?“ Alun sah sich suchend um .Ah, Shaliya, sehr gut.“Alun grinste.
„Sie sucht Bluesteelfire“ erklärte Borodan schnell und Alun nickte. „Armer Kerl, ich hoffe er lebt noch“ „Das hoffe ich auch, Alun“. „Die alte Godiva ist auch hier?“ Aluns Stimme klang leicht enttäuscht. „Sonst keine Frauen?“. „Darlene wird uns ebenfalls begleiten“ erklärte Borodan.
Alun grinste „Also ich sehe schon, das wird eine sehr beschwerliche Reise so ganz ohne Frauen. Nun gut, dann werde ich eben unterwegs die Herzen der Frauen brechen“ Borodan grinste. „Sogar ein Wolf ist bei uns, sehr außergewöhnlich“ fuhr Alun fort. „Woelfin ja, ihr Instinkt soll uns vor drohenden Gefahren warnen“ klärte ihn Borodan auf. Alun nickte. „Wo ist eigentlich mein Freund Hannington, der alte Haudegen? „In seinen Gemächern nehme ich an. Er fühlte sich unwohl“
„Ja das kann ich verstehen, er leidet sicher noch unter seinen schweren Verletzungen“ „Verletzungen?“ Borodan sah ihn verständnislos an. „Ja als ich ihn das letzte mal sah war er schlimm verletzt. Bauchwunde, sehr übel. Aber du solltest das wissen, alter Freund“„Hmm“ Borodan runzelte die Stirn. „Ich bin mir sicher du irrst dich. Hannington war nur leicht am Arm verletzt als wir ihn fanden“ erklärte er. „Ah? Nun dann hat mir wohl mein eigener Verstand arg zugesetzt.aber kann sein, meine eigenen wunden waren schwer genug einen Bären von den Pfoten zu reißen“ antwortete Alun und kneifte einer vorbeigehende Dienerin in den Po. „Alter Schwerenöter“ lachte Borodan und wandte sich der Gruppe zu die sich im warmen Sonnenlicht mit Brot und Met stärkte.
„Her gehört.........“
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