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UOB - Ultima Online Bibliothek -: Lockpicking
 
 

ockpicking, oder „Von der Kunst Verschlossenes ohne den passenden Schlüssel zu öffnen

Essay by Tanaka1969 - Platz 2 der UOB-SE-Verlosung

 

Prolog

 

 

Wer stand noch nicht vor den seltsamen Truhen, Fässern und Kisten, die sich weit verstreut in dunklen Dungeons befinden, bewacht von Erd-Elementaren, riesenhaften Skorpionen oder gar weißen Drachen?

Wer hat sich noch nicht gefragt, welch Reichtümer oder magische Artefakte in ihnen schlummern?

So stand ich denn dort selbst an einer dieser Truhen, die von einem weißen Drachen bewacht

wurde und nachdem selbiger in heroischem Kampf besiegt worden war, dünkte es mich die Truhe einmal näher in Augenschein zu nehmen. Sie war aus glänzendem Metall und wirkte

sehr robust. Schließlich überwand ich mich und versuchte, die Truhe zu öffnen…

Circa 0,00123 Sekunden später änderte sich meine Sichtweise von Fröhlich-Bunt zu

Trist-Grau…

Was war geschehen???

Eine Explosion gewaltigen Ausmaßes hatte mich von den Füssen gerissen und umgehend

vom Leben zum Tode befördert.

 

Nun, nachdem ein vorbeikommender freundlicher Tamer mich wieder zum Leben erweckt hatte, palaverten wir über das, was mir widerfahren war. Er riet mir, mich in der Kunst des Schlösser Knackens zu üben, sowie mich ein wenig der Magie zu verschreiben, um beim nächsten Mal vielleicht mit heiler Haut davonzukommen.

 

Nun, dachte ich bei mir, es wird nunmehr Zeit ein neues Kapitel des Abenteuers aufzuschlagen. So beschloss ich zunächst einen neuen Charakter zu erstellen, mit dem ich künftig Streifzüge zu den verschiedensten Dungeons machen könnte, um den dort stehenden

Truhen ihre Reichtümer zu entreißen.

 

So wählte ich denn bei der Erstellung meines neuen Charakters die Fähigkeiten „Lock Picking“ und „Magery“ aus, beides mit 50 Punkten zu Beginn versehen.

 

Frohen Mutes und vertrauend auf meine neu erworbenen Fähigkeiten machte ich mich sogleich auf den Weg zum Tinker, um mich ausreichend mit Lockpicks einzudecken.

Kurze später befand ich mich wieder auf dem Weg zu der Truhe, die mich schon einmal

das Leben kostete. Ha! Dieses Mal werde ich der Sieger sein, dachte ich frohlockend bei mir… Schwupps waren die Dietriche bereit und ich begann eifrig die Truhe zu bearbeiten…

Aber ach… Die vermaledeiten Dietriche versagten mir samt und sonders den Dienst; Unzählige brach ich bei meinen Versuchen ab, doch die Truhe blieb verschlossen, wie der Mund eines Toten. In meiner aufkeimenden Verzweiflung, verfluchte ich die Truhe ein ums andere Male in heftigsten Ausdrücken, die ich hier nicht wiedergeben möchte. Gerade, als ich schon wutentbrannt auf die Truhe einschlagen wollte, materialisierte neben mir ein anderer Char. „Ihr seid bereits bei dieser Truhe bei?“, fragte er mich. „Tja, so wäre es wohl, wenn meine Dietriche und die Truhe dieselbe Sprache sprechen würden. Es gelingt mir nicht sie zu knacken!“, lautete meine Antwort. Mit einem wissenden Lächeln fragte er mich: „Wie hoch

ist eigentlich Eure Fähigkeit entwickelt, mit Dietrichen umzugehen?“

Ich antwortete: “Nun, 50, warum?“

„Weil Ihr mindestens 92 braucht, um solche schwierigen Truhen zu knacken!“, belehrte er mich. Wie war ich enttäuscht und zugleich dankbar. Dankbar allerdings nur deshalb, weil ich ohne das Erscheinen des geschätzten Herren  sicher wieder zu Tode gekommen wäre.

„Aber wie kann ich mich verbessern, wenn ich keine Truhe knacken kann?“, fragte ich mein Gegenüber. „Lass uns irgendwo hingehen, wo es ruhiger ist“, sprach er, „der nächste Weiße Drache wird bald da sein, und dann wird es hier heiß, trotz der Kälte!“

So erschuf er ein Tor, in welchem wir beide flugs verschwanden, um uns in einer netten kleinen Behausung wieder zu finden, die er allein bewohnte.

„Willkommen in meinem Haus“, lud er mich ein und öffnete die Tür. Schon sehr bald unterhielten wir uns wie alte Bekannte über Dieses und Jenes.

Dann begann er unvermittelt über das Thema den Schlösser Knackens zu sprechen und

die nächste Zeit verbrachte ich damit ihm aufmerksam zuzuhören.

„Nun denn“, so sprach er.“ Ihr wollt also wissen, wie ich es zum Großmeister des Schlösser

Knackens gebracht habe… Hm, nun gut, ich will mein Wissen mit Euch teilen, also dass Ihr

dereinst in der Lage seid, jedwede Truhe oder Kiste zu öffnen. So vernehmt nun meine Worte und merkt sie Euch gut, ich werde sie nicht wiederholen.“

 

„So Ihr gestartet seid von 50 an, so macht Euch Kisten mit einem Char welcher da hat

die Fähigkeiten „Tinkering“ & „Carpentry“. Es sollte mindestens 50/50 sein, so Ihr Erfolg

haben wollt. Besser noch, jedoch größer im Verschleiß an Dietrichen, ist es einen Großmeister in beiden Fächern zu haben. Lasst Euch von ihm mindestens 220 Truhen machen, Schlüsselringe und am besten ein paar kleine Crates. Füllt nun jeweils eine Crate mit 20 Truhen und verwendet den Schlüsselring, um aller Schlüssel leicht habhaft zu werden. Benutzt Ihr den Schlüsselring, so könnt Ihr nunmehr alle Truhen in der Crate verschließen, ohne jeden Schlüssel einzeln benutzen zu müssen. Verfahrt nun so mit den anderen Truhen in den Crates, bis Ihr alle 220 Truhen verschlossen habt. Lasst Euch ferner von Eurem Tinker einen Satz Dietriche fertigen, mindestens 800 an der Zahl. Nehmt nun die Dietriche und versucht die Truhen zu öffnen. Nehmt niemals die gleiche Truhe 2 mal hintereinander, es hilft Euch nicht weiter. Binnen kürzester Zeit solltet Ihr auf diese Weise 75-78 erreicht haben. Stört Euch nicht daran, dass Ihr die Truhen nicht öffnen könnt, Eure Fähigkeit wird trotzdem steigen. Irgendwann wird es Euch gelingen, die Truhen ohne viel Mühen zu öffnen. Das ist der Zeitpunkt, von dem an man nur noch schwächlich weiterkommt. Doch auch die Geduld wird belohnt. Auf diese Weise könnt Ihr Eure Fertigkeit auf 96 bringen, Von diesem Punkt an seid Ihr darauf angewiesen die Truhen in den Dungeons zu besuchen und viele verschiedene Kisten zu öffnen. Eure mühsam hergestellten Truhen, werden Euch nicht mehr helfen. Doch wenn Ihr auch für Tage nicht mehr weiterkommt, so ist es doch ein recht profitables Geschäft.“ Er lächelte, während er das sagte und fuhr fort:“ Verliert nur niemals den Mut und die Zuversicht, denn eines Tages werdet Ihr für Eure Geduld belohnt werden, denn wer weiß, vielleicht werdet Ihr dereinst auf Schatzsuche gehen…“

Er schwieg für eine lange Zeit, in der ich mich nicht zu rühren wagte. „Sagt an mein Freund“, ergriff er wieder das Wort. „ könnt Ihr die Fallen, die in jeder Truhe in einem Dungeon lauern entschärfen?“

„Nein, offensichtlich gelingt es mir nicht.“, erwiderte ich verlegen.

„Nun denn, so will ich Euch einen weiteren Rat erteilen: So Ihr seid ein wenig kundig der Magie, so bedient Euch der Macht des Zauberspruches < Ort Por Ylem > (Telekinese).

Dieser erlaubt es Euch die Falle aus sicherer Distanz auszulösen. Danach werdet Ihr in der Lage sein, den Inhalt der Truhe gefahrlos zu entnehmen.“

 

Wir tranken noch ein Gläschen dessen Inhalt ich bis heute nicht kenne, aber das sehr wohlschmeckend war(der Inhalt, nicht das Gläschen), und mit den Worten: „Möget Ihr erfolgreich sein auf Eurem langen Weg zum Großmeister und niemals zaudern oder zagen.“ verabschiedete er mich.

Ich bedankte mich untertänigst bei meinem neuen Freund und versprach ihn bald mal wieder zu besuchen.

Epilog

 

Seit dem sind viele Tage vergangen. Ich habe die Ratschläge wortgetreu befolgt und bin heute zwar noch kein Großmeister, aber nicht mehr weit davon entfernt. (99.4) Oh ja, es gab Zeiten, da war ich kurz davor aufzugeben, doch immer erinnerte ich mich an seine Worte, niemals zu zaudern und zu zagen.

So wanderte ich von Destard nach Shame, von Shame nach Despice und von Despice nach

Hythloth. Keine Truhe war mir zu schwierig und keine Gefahr zu groß.

 

Zu meinem allergrößten Bedauern, habe ich meinen großartigen Lehrmeister trotz intensivster Suche nie mehr wieder gesehen…

 

 

Doch im Laufe der Zeit, während ich meine Fähigkeiten entwickelte, stellten sich immer neue Herausforderungen ein. So habe ich denn neben Lockpicking und Magery auch die Künste des Hiding und Stealth erlernt, sowie mich in der Kunst des Stealing und Snooping geübt. Kämpfen konnte ich auch nicht immer ausweichen, weshalb mein Wrestling ein weiterer Wegpunkt war.

 

So habe ich denn in fortgeschrittenen Abenteuern folgendes Template entwickelt:

Hiding                          Lockpicking

Stealth                         Stealing

Wrestling                     Snooping

Magery

 

Es bleibt Eurer Fantasie überlassen, was man damit alles machen kann.

Ich weiss es bereits…

 

Übrigens, ein kleiner Hinweis für die Leute, die ihren Char nur “umschulen” und nicht neu erschaffen: Bis 30 Lockpicking sollte man immer vom Thief Guildmaster kaufen, und dann

eine Zeitlang an Kisten üben, die von 30/30 Carpenter/Tinker hergestellt wurden. Ab 50 dann

einfach wie oben beschrieben.

 

 

P.S.     Lasst mich ergänzend hinzufügen, dass es bereits ausreichend Links zu entsprechenden Truhen-Schwierigkeiten und deren Inhalten gibt, und ich mir die Auflistung hier deshalb spare.

 

 

 

 

Profession Titel:

  Rogue

1. Attribut:

  Dexterity

2. Attribut:

  ---

Trainer:

  Thief, Thief Guildmaster,

  Tinker, Tinker Guildmaster,

  Gypsy

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