Ultima Bibliothek
Registrieren Hilfe Benutzerliste Kalender Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren


Zurück   Ultima Bibliothek > Spezialboards > Die Westcliff-Story

Benutzername:
Kennwort:
Angemeldet bleiben?
 
Willkommen bei Ultima Bibliothek.
Wenn dies dein erster Besuch hier ist, lies bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Du musst dich vermutlich registrieren, bevor du Beiträge verfassen kannst. Klicke oben auf 'Registrieren', um den Registrierungsprozess zu starten. Du kannst auch jetzt schon Beiträge lesen. Suche dir einfach das Forum aus, das dich am meisten interessiert.
Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Thema bewerten
Alt 14.10.2018, 11:39   #16
Roland de Tréguiere
Geist
 
Benutzerbild von Roland de Tréguiere
 
Registriert seit: Sep 2018
Beiträge: 11
Renommee-Modifikator: 0 Roland de Tréguiere ist derzeit unbeurteilbar
Aus einer Sammlung historischer Namen: Die Gegner des Reiches

Von Thusal Ghin, genannt der Bewahrer, Kleriker vom Kult der Wahrheit und Chronist zu Serpent’s Hold

Juo’Nar - der gefallene Paladin

Juo’Nar. Hatte es je einen Paladin gegeben, der tiefer gefallen war als er? Niemand weiß wirklich genau, was einen Menschen dazu treibt, sich dem Bösen zuzuwenden.

Seine Mutter war ein Elfenmädchen namens Sel’mitae, die Dienerin im Schloß Lord British war, bevor sie nach Haven abreiste. Dort gebar sie den Jungen und zog das Kind alleine groß. Schon sehr früh hatte sie gewusst, das der Junge für große Dinge bestimmt war, und hatt ihn von einem Paladin, der der Uzeraan’s Hausgarde beigetreten war, in den Kampfkünsten eines Paladins unterrichten lassen.
Traurigerweise starb Sel’mitae plötzlich, als Juo’Nar zwölf Jahre alt war, der sich dann aufmachte und nach Trinsic reiste, um sich dem Orden der Silberschlange anzuschließen. Er wurde angenommen, und wegen seines Waffentrainings war ihm ein Ausbildungsverhältnis in der Triniscer Armee garantiert, bis der Mord an Hartham von Duryn, einem Anhänger des Zog Cabal. Seitdem steht auch der Name Juo’Nar immer wieder indirekt mit der Sekte in Verbindung.

In den Aufzeichnungen jener Zeit steht nur wenig darüber, wann die heiligen Mächte eines Paladins durch die korrupten Mächte der Finsterniss ersetzt wurden und Juo’Nar zu einem „Schwarzen Wächter“ wurde, der sich in schwarze Plattenrüstung kleidete – ein gefallener Paladin im Dienste des Bösen. Man kann nur vermuten was geschehen sein mag, und zweifelsohne hatte seine Vertreibung aus Trinsic, die ihn in Verbindung mit Duryn, dem Mörder Harthams brachte, einen maßgeblichen Anteil daran. Duryn war in der Stadt nur als Waffenhändler geduldet gewesen, und es war wohl Juo’Nar gewesen, der bei ihm einen Auftrag angefordert hatte. Der Ruf wurde laut, ihn als Verräter zu hängen und trotz der seiner öffentlch bekannten Unschuld wurde er verhaftet. Juo’Nar selbst konnte diesen Gedanken nicht ertragen und widersetzte sich. Es gelang ihm einen der Wächter zu entwaffnen und niederzuwerfen, als er dann von einem der Paladine herausgefordert wurde. Er tötete den Mann auf seiner Flucht aus der Stadt und verschwand in den Wäldern bei Trinsic.
Nachdem ihm die Bürger von Trinsic auf grund dessen aus der Stadt vertrieben hatten, hörte man eine lange Weile nicht vom ihm. Bis zu dem Tag als er zurückkam, um drei Mönche im Heiligtum des „Shrine of Spirituality“ brutal zu ermorden, um in den Besitz einer magischen Halskette zu gelangen. Die Hinweise und Berichte, die man über Juo’Nar bis dahin erhalten hatte, brachten ihn in Verbindung mit der hohen Anzahl an Todesfallen durch organisierte Monstergruppen. Es gelang ihm, mehrere Stämme der Orks um sich zu sammeln und für seine Pläne zu gewinnen.
Horden von Orks und Echsenwesen, die er dazu benutzte, die Angst im Lande zu schüren, begleiteten ihn dabei, die er diese vor die Toren der Stadt Trinsic schickte, um von seinen wahren Absichten abzulenken. Kurz darauf startete er einen großen Angriff auf die restlichen Schreine im ganzen Reich, zwang die regelmässigen Wachpatrouilien sich zu verteilen und ihre Anzahl zu reduzieren. Das erlaubte ihn erfolgreich, eine Karawane, die Waffen und andere Rüstungen transportierte zu überfallen und die Anführerin des Zuges, Tali Desryn, die Frau den neuen Hauptmanns in Trinsic, Finth Desryn zu töten.
Desryn, in rasendem Zorn über den Tod seiner Frau verfolgte Juo’Nar nun mit tiefer eisiger Wut. Juo’Nar wurde geschlagen. Sein Kopf wurde von Desryn’s Streitkolben zermalmt.
Erst später sollte sich zeigen das der wahre Diener der Zog Cabal in der Armee in der Tat jemand war, der Juo’Nars Namen für die Waffenlieferung, die Duryn nach Trinsic brachte, benutzt hatte. Seine Beteuerung der Unschuld war also wahr gewesen, aber Juo‘Nar war bereits als Verräter bekannt, der in die Dunkelheit gefallen war. Das brachte einige ins ins Grübeln. Wenn Juo’Nar nicht schon zur Dunkelheit gehörte, wer war es dann, der ihm nach seiner Flucht aus Trinsic vereinnahmte?

Die weitere Untersuchung des Falles der Zog Cabal durch die Sicherheitskräfte der Stadt Trinsic zeigte, das Juo’Nar nicht direkt mit der Sekte oder anderen üblen Gestalten verbunden war, die in jener schweren Zeit das Land in Angst und Schrecken versetzte. Nein, er agierte vielmehr wohl aus eigenem Antrieb heraus, seinen Anteil am Blutvergießen beizusteuern, um das Reich unter die eigene Kontrolle zu bekommen, indem er beides – Ordnung und Chaos – einfach zu eliminieren gedachte. Als erfahrener Taktiker und Krieger, der Juo’Nar war, war er ein Gegner, mit dem man rechnen musste. Nachdem man eine schwache Spur seiner ehemaligen Partner fand, entdeckte eine Gruppe von ehrbaren Streitern sein Versteck in Ocllo. Juo’Nar widersetzte sich dem sofortigen Angriff, wurde aber im Kampf besiegt und fiel. Man brachte die Leiche nach Trinsic, wo sie nach einer Weile aber verschwand. Es gibt Gerüchte, das man sie in die „Paladin’s Hall“ gebracht habe. Andere widerum sagen, seine Anhänger hätten versucht, ihm von den Toten zu erwecken.

Haben wir hier schon das letzte von ihm gehört?

Wir haben es nicht. Etwa drei Jahre später sollte er als der „Untote General“ zurückkehren, der den großen Angriff auf Trinsic führte. Aber das ist eine andere Geschichte…

---------------------
Juo'Nar
Tales of Sosaria - Juo'Nar
[OCC] Die Jugend von Juo'Nar ist nicht eindeutig. Was auf der Webseite "Tales of Sosaria" über die Mutter und frühere Kindheit steht, scheint auch wieder die Vorstellung des Seitenbetreibers zu sein, wie es hätte sein können. Ich habe das hier dennoch mit reingenommen, weil ich es sehr stimmig und auch schlüssig fand.
__________________
"Geduld zu haben bedeutet, darauf zu vertrauen, das alles zum richtigen Zeitpunkt kommen wird. Nicht wenn es dein Ego meint, sondern wenn deine Seele dafür bereit ist."
Roland de Tréguiere ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2018, 11:59   #17
Mac Mahon
Prügelknabe
 
Benutzerbild von Mac Mahon
 
Registriert seit: Jul 2016
Beiträge: 50
Renommee-Modifikator: 0 Mac Mahon ist derzeit unbeurteilbar
Kapitel 11 - Der Angriff Juo’Nars auf Trinsic

Aus den Wachtagebüchern der Stadt Trinsic,
Berichte des wachhabenden Offiziers Clay Mahon,
*es folgt ein unleserliches Datum*

Was für eine Nacht! Ich könnte eine Prise Schlaf gut gebrauchen! Aus Yew und Vesper treffen schlimme Botschaften ein von Überfallen, und hier hat soeben Dougal Blackstone, ein Bürger von Trinsic die Wachstube der Garde verlassen und folgenden Bericht abgeliefert. Er habe mitbekommen, wie am „Shrine of Spirituality“ ein Krieger in schwarzer Rüstung einem Abenteurer prophetisch anmutende Aussagen gemacht hat. Auf Vorladung der Garde machte dieser Eric von MiRC, so sein Name folgende Aussagen:
Es habe sich sich um den vor kurzen von den Bürgern der Stadt Trinsic vertriebenen ehemaligen Paladin Juo’Nar bei dem Vorfall gehandelt. Dieser habe sich mit einer Bande von Orks vor den Toren der Stadt zusammengetan, die schon bald die Aufmerksamkeit der Trinsicer Bürger erregte, während Juo’Nar schon bald darauf verschwand, und später am heiligen Schrein wieder auftauchte. Unser Abenteurer konnte dort beobachten, wie er drei Mönche, die den Schrein bewachten, brutal ermordete, sich einige leuchtende Gegenstände geschnappt hat und diese in seinen Rücksack verstaute. Er war gerade im Begriff, den Schrein zu verlassen als er Eric von MiRC in der Nähe sah und diesen schon einen Ork auf den Hals schicken wollte, dann aber selbst stehen blieb, um mit dem Mann zu sprechen. Eine wortwörtliche Wiedergabe der Konversation darüber findet sich hier:

Juo'nar: SIE DORT! Gut zuhören. Ich habe, für was ich gekommen bin.
Eric von MiRC: Ja.
Juo'nar: Der Name Juo'nar wird im ganzen Land bekannt sein. Erzählt Euren törichten Meistern, dass ihre Zeit abgelaufen ist.
Eric von MiRC: Werde ich.
Juo'nar: Eure kleinliche Welt voll Ordnung bedeutet mir jetzt nichts!
Eric von MiRC: Wir stehen nicht für das Böse wie Ihr. .
Juo'nar: Deine törichten Worte fürchte ich nicht.
Eric von MiRC: Ich werde dich nicht angreifen, ich respektiere deine Kraft,
Juo'nar: Es würde dir nicht gut tun
Eric von MiRC: aber ich verachte deine Wege.
Juo'nar: Verachte mich, wenn du willst. Du und ganz Britannien, ihr werdet vor mir knieen! Diese Mönche waren nur die ersten, die gestorben sind.
Eric von MiRC: Hmm.
Juo'nar: Dein Name wird unter den Toten oder den Anhängern gezählt, es gibt keine anderen Entscheidungen!
Eric von MiRC: Ich werde tot sein, niemals ein Nachfolger.
Juo'nar: Das ist unglücklich. Die Welt bereitet sich darauf vor, weiterzumachen. Mein Befehl ist entscheidet.

Erik von MiRC berichtet dann noch, das er plötzlich in Luft aufgelöst habe.

Irgendwie hatte ich ja recht mit meinen Vermutungen, dieser ehemalige Paladin würde sich die Verbannung aus Trinsic nicht gefallen lassen. Aber müssen sie dann gleich alle größenwahnsinnig werden? Was hat dieses krause Gerede schon wieder zu bedeuten? Was für einen Gegenstand hat er aus dem Schrein genommen? Ist er ein Mitglied des Zog Cabal oder macht er sein eigenes Ding? Etwas noch teuflischeres? Ich werde das Gefühl nicht los, das nur Fließen unschuldigen Blutes uns die Antworten geben kann, die wir suchen.


Aus den Wachtagebüchern der Stadt Trinsic,
Bericht des Gardisten Shermon
*ein Datum wurde in der Eile vergessen*

Heute, nachdem ich einige Stunden auf den Nachruf der Totenwache für Hartham gewartet hatte, der mehrmals verzögert wurde, führte Crawworth, ein guter Freund und Ziehsohn von Hartham viele Helden Trinsics in einen Kampf gegen die Orks. Viele von beiden Seiten fielen in die Schlacht, (meistens Orks) und schließlich besiegten die guten Leute von Trinsic die grausamen Wellen der Bestien. Es bleibt eine eine traurige Wahrheit, dass diejenigen, die in der Schlacht fielen nicht geehrt wurden. Man hat sie ausgeraubt und geplündert, einige wurden sogar entweiht. Was für eine Schande für unser Land! Crawworth, obwohl mutig und tapfer, konnte die Plünderung nicht aufhalten, und viele große Kämpfer verloren das, was sie liebten.

Ich rufe die Bürger von Britannia auf, die Plünderungen der Toten zu unterlassen, außer wenn diese Euch angreifen oder von der Garde getötet werden. Wenn ihr ein Monster seht, dass das Leben eines Mannes nimmt, bewahrt seine Sachen für die Angehörigen auf. Besitzen Sie ein wenig Ehre! Wenn man sieht, wie einer Person etwas weggenommen wird, wofür sie hart gearbeitet hat, würde ich das genauso beschreiben als wenn ein Kind von einer Dampfwalze überfahren wird. Und glaubt mir, Freunde, das ist nicht schön.

Also, das nächste Mal wenn Ihr einen fremden Körper seht, aufgeschlitzt vom Oberschenkel bis zum Hals, mit seinen Gedärmen auf den Boden zu seinen Füßen, denkt daran, wie gut ihr euch gefühlt habt, als ihr eure Sachen wiederbekommen habt, die ihr im Kampf fallenlassen musstest, weil ein Feuerball euch euer Gesicht verbrannte.

------------------------------
Juo'Nar attacks Trinsic - BNN 5. Februar 1998
T'was Grim and Glorious - BNN 6. Februar 1998
__________________
„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
Antoine de Saint-Exupery (Werk: Die Stadt in der Wüste / Citadelle)
Mac Mahon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2018, 09:22   #18
Cahen d'Anvers
Diener
 
Benutzerbild von Cahen d'Anvers
 
Registriert seit: Mar 2015
Beiträge: 18
Renommee-Modifikator: 0 Cahen d'Anvers ist derzeit unbeurteilbar
Kapitel 12 - Die Toten sind ohne Ruhe

Aus den Reiseberichten des Jasper McCarrin
Vesper *es folgt ein unleserliches Datum*

Ich hatte geplant, mit wenig Verspätung nach Trinsic zu kommen, aber die Ereignisse der letzten Tage haben solche Pläne scheitern lassen. Die Untoten wandern in großer Zahl durch das Land. Vielfältige Quellen, die sich über das ganze Gebiet ausgebreitet haben haben mir mit diesen Nachrichten mein Ohr gekitzelt. Reisende gebt Acht - diese Kreaturen, wenn sie wirklich so genannt werden können, greifen mit furchtloser Hingabe an. Ob aus einem eifersüchtigen Verlangen nach lebendigem Fleisch oder einfach nur aus Langeweile, nachdem man eine kleine Ewigkeit unter der Erde verbracht hat – niemand wird in ihrer Reichweite von ihrem grausamen Angriff verschont.

Gruppen von klappernden Skeletten ziehen sich auf Friedhöfen von Trinsic nach Vesper aus dem Boden hoch. Ich weiß was du jetzt denkst - Skelette sind keine so ein furchterregende Feinde. Wir wissen alle, daß man mit diesen dünnen, blassen und todeslosen Wundern nicht spielen darf. Selbst ich könnte einen den Garaus machen, wenn ich nicht in der Unterzahl wäre. Aber diese Skelette werden von fleischlosen Magiern und Knochenrittern begleitet - seelenlosen Kriegern der Vergangenheit und sprüchespeienden Ex-Zauberern. Ich sollte vielleicht mein Haus längere nicht Zeit verlassen. Naja, außer natürlich um in die örtliche Kneipe zu gehen.

Doch selbst wenn die Angst beginnt, ein Zuhause in deinem Bauch zu finden, ertönt ein seelenfrisches Klagen in der Brise. Ghoule, Gespenster und Geister. Nicht irgendein unglücklicher Freund, der darauf wartet, einen Heiler zu finden, sondern die lange und tote Erscheinung eines unruhigen Geistes. Und vermischt unter ihnen geht ein nicht lebendes Ding, das sehr schmutzig, abscheulich und ekelhaft ist. Vielleicht die am meisten gefürchtete Kreatur in der Existenz (oder Nicht-Existenz, was auch immer). Der Zombie. Obwohl ich ihnen viel Anerkennung zolle indem ich sage, dass sie gehen. Die meisten von ihnen sind schlaff, kriechen oder ziehen ihre aufgeblähten Körper über die Zwischendistanz, während sie auf ihre Beute zusteuern. Diese bösen widerwärtigen Wesen tropfen Teile ihrer verrottenden Körper auf den Boden und lassen eine düstere Spur hinter sich. Und wenn du sie schnell beseitigst entdeckst du dann den wahren Schrecken des Zombie. Während die seltsame Energie, die sie zusammengehalten hat, flieht, explodiert das verfaulte, verrottete Fleisch auf dich und jeden, der zu nahe steht. Die feine Kleidung und Rüstung, die du getragen hattest, sollte noch tiefer begraben werden wie die Zombies, bevor sie sich an die Oberfläche kratzten. Trotzdem wird der Gestank für Tage und manchmal sogar Wochen bei dir bleiben. Viele glauben, dass Restaurants und Tavernen Außenplätze für diejenigen bieten sollten, die kürzlich Wege mit einem Zombie gekreuzt haben. Ekelig…

Also, liebe Leser, seid bitte vorsichtig, wenn ihr in den kommenden Tagen auf den Straßen von Britannia unterwegs seid. Der Gestank der Untoten schwebt immer noch in der Luft. Ich weiß nicht, was diese Schande in unser Land gebracht hat, aber bis es vorüber ist hüte dich vor jedem Quetschen, Rasseln, Stöhnen und Klirren. Es sei denn, dein Weg bringt dich in die Nähe der Marsh Hall Taverne von Vesper. In diesem Fall könnte ich das Klirren mit einem frischen Krug Bier und ein paar zusätzlichen Gläsern für diejenigen, die nicht nach Zombies stinken, sein.

-------------------------------------------------
The Dead Art Without Rest - BNN 9. Februar 1998
__________________
Unsere Briefe aber sind infolge der Schnelligkeit des Verkehrs und des billigen Portos so furchtbar inhaltslos geworden, daß man geistreiche Briefe wie in früheren Kulturperioden gar nicht mehr findet.
Heinrich von Treitschke
Cahen d'Anvers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2018, 10:50   #19
Mac Mahon
Prügelknabe
 
Benutzerbild von Mac Mahon
 
Registriert seit: Jul 2016
Beiträge: 50
Renommee-Modifikator: 0 Mac Mahon ist derzeit unbeurteilbar
Kapitel 13 - Gefährliche Reisen

Aus den Wachtagebüchern der Stadt Trinsic,
Berichte des wachhabenden Offiziers Clay Mahon,
*es folgt ein unleserliches Datum*

Soeben hat der Bürger Khenji Temason die Wachstube der Garde nach einem längeren Gespräch verlassen. Der Rat der Stadt dürfte nicht gerade davon begeistert sein, wenn er von diesem Bericht erfährt. Aber wer Augen im Kopf hat und nicht drauf gefallen ist, dem war auch klar, das auch dieses schnell passieren würde. Auf den Wegen sollte man nun auf der Hut sein.

So eine Reise zwischen den Städten kann ein gefährliches Unternehmen werden. Marcel der Kaufmann ist seit langem als begeisterter, versierter Geschäftsmann in der Stadt Britannia bekannt. Er zeigte seine Intelligenz erneut, indem er eine große Gruppe von Söldnern anheuerte, um ihn nach Trinsic zu begleiten, während er einen wertvollen Edelstein zu seinen wartenden Mitarbeitern trug. Eine Gruppe von nicht weniger als elf tapferen Seelen, darunter Haj, Marcel's langjähriger persönlicher Leibwächter, begleitete den schlauen Händler, als er aus Britannia aufbrach und nach Süden ging.

In Trinsic begannen ein teuflischer Magier namens Drexel und sein Geschäftspartner Lord Rikor, eine eigene Söldnertruppe aufzubauen, mit der Absicht, Marcel an der Brücke zwischen den beiden Städten anzugreifen. Es scheint, dass Marcel entweder von dem beabsichtigten Angriff gehört hatte oder er fühlte, dass ein solcher Hinterhalt unvermeidlich war, denn er versuchte, inmitten seiner Truppen zu bleiben, um die Chancen zu verringern, dass ihm etwas passiert oder der kostbare Edelstein gestohlen wird. Als sich die Streitkräfte an der Brücke trafen (von den Anwohnern im Volksmund Z-Brücke genannt), war die Aktion schnell und wütend. Drexel und Lord Rikor haben jedoch eine viel kleinere Gruppe für ihren geplanten Hinterhalt zusammengerufen und die Streitkräfte waren schnell überwältigt. Der siegreiche Marcel setzte den Marsch nach Trinsic fort. Drexel und Lord Rikor sollen dann verschwunden sein, nachdem sich herausgestellt hatte, dass sie überkompatibel waren und ihr Aufenthaltsort derzeit unbekannt.war.

Seine Weitsicht, eine so große Schar von Begleitern einzustellen, kam etwas später zum Tragen, als seine Gruppe von Skeletten auf eine Gruppe von Skeletten angesetzt wurde, die sich aus dem Wald um sie herum zu materialisieren schienen. Diesmal war der Kampf viel gefährlicher, da mehrere Knochenmagier anwesend waren und sich daran machten, Zauber auf die überraschte Gruppe von Reisenden zu wirken. Aber auch sie wurden entsandt und Marcel machte sich wieder auf den Weg nach Süden in Richtung der ummauerten Stadt Trinsic.
Leider gab es für sie noch eine Überraschung. Ein einzelner Attentäter, vielleicht von Drexel angeheuert, trat an die kleine Gruppe heran und richtete seine Angriffe direkt auf den britischen Geschäftsmann. Dies löste bei den müden Wachen, die auf seinen gewalttätigen Angriff schlecht vorbereitet waren, Alarm aus. Aber sie versammelten sich zur Verteidigung ihres Brötchengebers, und er wurde von einem kleinen Kontingent von Marcel's Truppen von der Straße gedrängt.
Es dauerte nicht mehr lange nach dem Angriff, bis sie schließlich die ummauerte Stadt erreichten. Obwohl es nicht sicher ist, was jeder Mann erhalten hat, ist Marcel dafür bekannt, seine Mitarbeiter gut zu bezahlen. Die meisten seiner Männer schienen glücklich zu sein, wieder einmal innerhalb der Grenzen einer Stadt und außerhalb der gefährlichen Wildnis zu sein. Marcel selbst wurde zitiert mit den Worten: "Nie wieder, nicht noch einmal werde ich die Straßen unseres schönen Landes ohne bewaffnete Eskorte bereisen. Ich war so überrascht wie jeder andere, als ich erfuhr, wie gefährlich die Wildnis zwischen Großbritannien und Trinsic geworden ist. "


Nachtrag zum Bericht des wachhabenden Offiziers Clay Mahon zum Bericht des Händlers Marcel, Bericht des Gardisten Vilton Calthe *zwischen die Seiten wurde ein sauber beschriebenes Blatt geklebt. Das Datum ist wieder nicht recht erkennbar*

Der Kaufmann Marcel, der vor kurzem mit einer kleinen Armee von Leibwächtern nach Trinsic gewandert ist, ist wieder in den Nachrichten. Diesmal wurde er von einer jungen Dame in Vesper ausgeraubt, die jetzt tot ist, und Marcel glaubt, dass dies hätte vermieden werden können.
"Ich glaube nicht, dass sie ein schlechter Mensch war, sie war überfordert und brauchte einen Ausweg. Ihr Tod ist eine Tragödie." Marcel wurde zitiert, als er sagte.
Der Name der jungen Dame war Michelle, und sie stand in tiefer Schuld bei einem Mann namens Fyn, einem Kredithai aus Minoc. Auf den Straßen heißt es, dass sie Fyn 5000 Gold schuldete und aus Angst um ihr Leben verzweifelt aus dieser Lage herauskommen wollte. Sie wählte Marcel höchstwahrscheinlich, weil er ein bekannter Geschäftsmann ist und wahrscheinlich viel Geld bei sich hatte. Nachdem sie ihn vom Gold befreit hatte, ging sie über den Friedhof nach Minoc und wurde erst Stunden später wieder gesehen. Marcel versuchte verzweifelt, eine Gruppe zusammenzutreiben, um sie zu finden, nicht des Goldes wegen, sondern auch wegen der Sicherheit des Mädchens. Berichte zeigten, dass eine kleine Gruppe böser Magier an diesem Nachmittag das Land zwischen Vesper und Minoc verwüstet hatte, und Marcel hatte Angst um das Wohl des Mädchens.
In der Zwischenzeit versuchte Fyn in Minoc, seine eigene Gruppe von Söldnern zu sammeln, um das Mädchen aufzuspüren, ohne zu wissen, dass sie auf dem Weg zurück nach Minoc war, um ihn zu bezahlen. Nach erfolglosen Stunden der Suche ließ er jedoch die Suche und verschwand zurück in die schattige Gasse, aus der er kam. Marcel's verzweifelte Bitte um Hilfe schien in Vesper auf taube Ohren zu stoßen, da er nur sehr wenige Menschen finden konnte, die bereit waren, ihr eigenes Leben zu riskieren, um bei der Suche nach dem Mädchen zu helfen. Sie wurde ein paar Stunden später gefunden. Sie war gestorben, anscheinend durch Zauberei, und die örtlichen Behörden geben der Gruppe der Zauberer die Schuld. Marcel hat zu Recht erklärt, dass er wegen dieses Mangels an Unterstützung durch die Gemeinschaft nicht mehr daran interessiert ist, sein Unternehmen durch Vesper zu führen.
"Ich bleibe bei Trinsic und Großbritannien“, sagte er. "Wenigstens gibt es dort ein paar tapfere Seelen, die mithelfen können."


Aus den Wachtagebüchern der Stadt Trinsic,
Berichte des wachhabenden Offiziers Clay Mahon,
*auch hier findet sich wieder keine genaue Datumsangabe*

Die Überfälle auf den Handelswegen reißen offenbar nicht ab. Heute gibt mir Farthom of Trinsic, auch ein Händler und selbst ernannter Unternehmensberater folgenden Bericht ab, der hiermit festgehalten wird.
Als Farthom heute die Stadt Trinsic verließ, die nach Großbritannien fuhr, um meine Waren zu verkaufen, sah er einen Mann, der zurück in die Stadt rannte und wegen eines Harpyien-Angriffs schrie! Neugierig machte er sich vorsichtig auf den Weg die Straße hinauf. Bald stieß er auf ein großes Nahkampfereignis - ein Dutzend Krieger im Kampf mit nicht weniger als doppelt so vielen Harpyien! Blitze knisterten durch die Luft und Feuerbälle loderten auf ihren Zielen, als Magier den Kriegern in ihrem Kampf halfen. Pfeile flogen wütend, wobei einige der Harpyien bis zu ihrem Tod an Nadelkissen erinnerten. Lange bevor die Schlacht zu Ende war, kehrte er nach Trinsic zurück und sprach mit einem der Stadtausrufer. Dieser hätte ihm mitgeteilt, dass die Harpyien aus den Bergen gekommen seien. Die Gründe für die Invasion waren unbekannt. Vielleicht war es eine Razzia zum Essen. Vielleicht wollten sie versuchen, die Stadt selbst einzunehmen, aber sicherlich hat es keiner von ihnen so weit geschafft. Wahrscheinlicher sei seiner Meinung nach, dass sie einfach einem Basisinstinkt folgten, der sie zum Blutvergießen brachte. Auf jeden Fall wurden die Harpyien getötet. Er möchte persönlich allen danken, die mit ihnen gekämpft und die Straßen wieder sicher gemacht haben.

Wieso eigentlich wissen diese Zeitungsfritzen immer mehr als wir hier von der öffentlichen Sicherheit? Ich wünchte wirklich, jemand würde mir das mal besser erklären können.

----------------------------------------------------------------
Traveling Between Towns Can Be a Dangerous Venture – BNN 11. Februar 1998
Manhunt Ends in Death! – BNN 4. März 1998
Harpies Descend on Trinsic – BNN 27. Februar 1998
__________________
„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
Antoine de Saint-Exupery (Werk: Die Stadt in der Wüste / Citadelle)
Mac Mahon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.10.2018, 23:16   #20
Ena'Enyat
Geist
 
Benutzerbild von Ena'Enyat
 
Registriert seit: Mar 2014
Beiträge: 14
Renommee-Modifikator: 0 Ena'Enyat ist derzeit unbeurteilbar
Kapitel 14 - Drei merkwürdige Reiter

Niemand bemerkte an diesem Morgen, wie drei Männer auf hohen Rössern in aller Frühe durch das Mondtor im Süden auf das südliche Stadttor von Trinsic zuritten. Die wenigen Gerber, die schon um diese Zeit unterwegs zum kleinen Sandstrand waren, um ihre mit Blut und Fleischresten verklebten Tierhäute zu wachen, schauten nur kurz auf, als die drei Fremden an ihnen vorbei ritten. Sie waren alle drei seltsam gekleidet, mit der bunten Tracht der Landsknechte, aber die Stoffe, aus denen man sie gefertigt hatte, sahen teuer aus und leuchteten in Farben, die man hier in der Gegend noch nie gesehen hatte. Für die einfachen Leute verhieß es nichts Gutes, wenn fremdes Volk der Stadt einen Besuch abstattet. Oft waren es die Gesandten des Königs oder eines anderen Fürsten, die Steuern eintrieben, oder irgendwelche Herolde, die von den neuesten Erlassen dieser hohen Herren berichteten – Erlasse, die entweder weitere Abgaben von ihnen verlangten oder zum Krieg aufriefen. In den letzten Jahren war das zu oft vorgekommen, und bald würde das Volk nichts mehr beizu teuern haben als das eigene Blut.
Der vorderste der drei seltsamen Besucher musste so wie er auf seinen Rappen sass ein sehr hoher Herr sein, das war für die Gerber auf den ersten Blick zu erkennen. Er trug geschlitzte blutrote Hosen, einen Wams aus schwarzem Samt und auch der pelzbesetzte Mantel darüber schimmerte wie eine pechschwarze Nacht. Das tief ins Gesicht gezogene Barett zierte nach Soldatenart einige bunte buschige Federn. Auf die einfachen Gerbersleute wirkte das Gebahren des Fremden wie eine kaum erklärbare Bedrohung, ähnlich der die einem Gewitter vorausging, bevor sich Blitz und Donner vom dunklen Himmel entluden.

„Hey, heda!“ rief die Bedrohung nun einem der Gerber zu. „Wo finde ich Euren Vogt?“
Edlef Jacobs, der in der Nähe stand, blickte kurz von seinen Gerberrahmen auf, wagte aber nicht, den dunklen Reiter direkt anzusehen. Für den alten und ausgemergelten Mann klang diese fremdlländisch klingende Stimme wie jemand, der es gewohnt war, Befehle zu erteilen. Er wies mit zittrigen Fingern zur Stadt, wo sich hinter den gelben Mauern ein größeres Gebäude mit kleinen Türmchen abhob.
„Er ist vermutlich da drüben im Rathaus, mein Herr.“, murmelte er ängstlich, ohne den Mann dabei anzusehen. „Reitet nur die Straße weiter bis zum nächsten Tor und dann weiter bis zur Stadtmitte, ihr werdet es schon erkennen.“
Ohne ein Wort des Dankes trieb der gutgekleidete Fremde sein Pferd nun zur Eile an. Seine beiden Begleiter, derbe Gesellen mit struppigen Bärten und langen Haaren folgten ihm und hätten den alten Gerber fast dabei über den Haufen gerannt. Edlef Jacobs hörte nur noch das eilige Klackern der eisenbeschlagenen Pferdehufe durch die kotverschmierte Straße hinter dem Südtor, bevor wieder eine gespenstische Ruhe eintrat, hin die hin und wieder unterbrochen wurde durch das Krähen eines Hahnes in einem der Hinterhöfe und dem Quieken der Schweine aus dem nahegelegenden Schlachthof. Schwerer Nebel trieb nun vom Strand ab und floss langsam und träge durch das südliche Viertel der Stadt Trinsic hinein.

Als die fremden Besucher den kleinen Park in der Stadtmitte erreicht hatten, stieg der Anführer ab und band sein Pferd an einem Brunnen fest. Er blickte kurz zu den anderen hinüber und gab den beiden einen kurzen Befehl. Sie nickten nur auf ihren Pferden sitzend und blickten gelangweilt die Straße hinunter. Eine junge Magd kam heran, die mit einem Korb unterwegs zum Bäcker war. Als sie die Reiter sah, schlug sie erschrocken die Hand vor den Mund und presste den Korb noch fester an sich.
„Buh!“, machte einer der Männer, und das verängstigte Mädchen lief rasch an ihnen vorbei. Die Männer lachten leise, während ihre schweißgebadeten Pferde das Wasser aus einem nahen Brunnen soffen.
Ihr Anführer war währenddessen die Straße weitergegangen, bis er vor den steinernden Aufgang des mit Säulen und Türmchen verzierten Steinhauses stand, das offensichtlich das gesuchte Haus des Vogtes war. Er betrat das Haus nun, das in seiner Größe und Pracht an die Blütezeit des einstigen Fürstentums erinnerte. Inmitten der anderen geduckten und windschiefen Gebäude der Stadt, von denen bereits die Farbe abblätterte, wirkte dieses prachtvolle Gemäuer irgendwie fehl am Platze. Die Schritte des Mannes hallten in der kleinen steinernden Halle wieder, als er sie weiter hinaufging, und unter den hölzernen Schuhsohlen knarrten die mit Ochsenblut betrichenen Dielen der Treppe, die zum Amtszimmer des Vogtes führte…
__________________
"Geh’ nicht hinter mir, vielleicht führe ich nicht. Geh’ nicht vor mir, denn ich könnte nicht folgen.
Geh’ neben mir, damit wir eins sind."
Ena'Enyat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2018, 11:30   #21
Mac Mahon
Prügelknabe
 
Benutzerbild von Mac Mahon
 
Registriert seit: Jul 2016
Beiträge: 50
Renommee-Modifikator: 0 Mac Mahon ist derzeit unbeurteilbar
Kapitel 15 - Die Belagerung der Heiligen Schreine

Aus den Wachtagebüchern der Stadt Trinsic,
Berichte des wachhabenden Offiziers Clay Mahon,
*es folgt ein unleserliches Datum*

Tloi Hambrin war heute da und hat mir folgendes berichtet. Es ist unglaublich. Die Schreine im ganzen Land wurden angegegriffen. Tloi war dabei und er sagt, er habe noch nie so eine Gewalt an solch heiligen Orten erlebt.
Seit einigen Tagen hat der Terror auf die verschiedenen Schreine im ganzen Land zugenommen. Organisierte kriegerische Horden von Orks und Echsenmännern sind über diese Orte der Meditation und Reflexion mit einem alarmierenden Grad hergefallen. Der letzte Kampf fand am „Shrine of Spirituality“ statt. Wenn der Mord an den Mönchen nicht schon genug Leid für diesen Ort gebracht hat, so haben diese jüngsten Angriffe die Sicherheit aller britannischen Schreine des Königs in Frage gestellt.
Master Hambrin war wirklich schwer erschüttert, aber er ließ sich nicht von seinen Gefühlen überwältigen. Er erlaubte sich zu sagen, wie grausam und zielstrebig diese barbarischen Ungeheuer in ihren Angriffen waren. Es schien das sie nicht wegen goldener Kugeln oder fertigem Fleisch angriffen, sondern eher, weil ein sadistischere Absicht in Köpfen steckte.
Das Militär hat der Bevölkerung versichert, das sie alles tun werden, was sie können, um die Unversehrtheit und Sicherheit in diesen unsicheren Zeiten zu erhalten. Der letzte Kapitän der Trinsicer Garde hat sich das zu seiner höchten Priorität gemacht, um sicherzustellen, das der „Shrine of Spirituality“ ein sicherer Ort der Heilung und des Lichts bleibt… und kein Blutbad von Tränen und Tod.

Ich kann nur hoffen, dass die guten Bürger dieses Landen, den Ruf – sollte er kommen - folgen, das Gewand, das wir Zivilisation nennen, zu schützen.

In einer Stunde wird der Rat der Stadt zusammenkommen, um sich eingehend über das weitere Vorgehen zu beraten. Auf das Ergebnis das dabei herauskommen wird, bin ich schon sehr gespannt.
--------------------------
Shrines Under Siege! – BNN 17. Februar 1998
__________________
„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
Antoine de Saint-Exupery (Werk: Die Stadt in der Wüste / Citadelle)
Mac Mahon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2018, 17:11   #22
Ena'Enyat
Geist
 
Benutzerbild von Ena'Enyat
 
Registriert seit: Mar 2014
Beiträge: 14
Renommee-Modifikator: 0 Ena'Enyat ist derzeit unbeurteilbar
Kapitel 16 - Dubiose Geschäfte

Im Prunksaal des Trinsicer Rates war die Luft schlecht und stickig. Haider Dreyfus schwitzte in seiner Amtsrobe und stierte auf den dicken Berg Pergamente, der einer grünen Ledermappe vor ihm auf großen runden, erhöhten Podest lag, um den sich die anderen Mitglieder des Rates versammelt hatten. Neben dem Trinsicer Stadtvogt saß ein Vertreter der Handwerkskammer, dessen ungesunde Ausdünstungen eine dichte Aura um den Mann bildeten, und der immer mit leisen Geräuschen einen kurzen Furz fahren ließ, dessen stoffliche Gase Haider bemüht war nicht mit der Nase einzuatmen. Vor ihm hatte der dicke Vorsitzende des Rates Lutonio Gaffert das Wort ergriffen und erging sich in endloser Lamentierei über den jetzigen Zustand der Stadt, aber der Vogt hörte gar nicht richtig zu. Immer wieder gingen seine Gedankenzurück zu seiner Schreibstube, wo er vor einer Stunde noch grübelnd über seinen Akten gesessen hatte, die sich in Bergen auf seinen Schreibtisch türmten. Er war gerade dabei gewesen, eine Reihe von Listen mit den bereits erhobenen Abgaben der Bauern zu verwollständigen, als ihm dieser Vorfall passierte. Als es plötzlich geklopft hatte, hatte er noch nicht einmal aufgeblickt.
„Jetzt nicht, Herrgott noch mal“, wiederholte er die Worte leise für sich hin brabbelnd und den Geruch eines erneuten Furzes wegwedelnd. Die Tür seiner Amtsstube hatte sich auch ohne weitere Aufforderung geöffnet. Herein gekommen war ein Mann, der zugleich führnehm und gefährlich aussah, und vermutlich traf letzteres eher zu. Haider Dreyfus hatte deshalb den Fluch, der ihm auf der Zunge gelegen hatte, schnell wieder heruntergeschluckt. Noch immer rauschte das Gespräch in seinen Ohren und in seinen Kopf herum. Ruckartig stand er plötzlich auf, nahm seine Unterlagen unter dem Arm und verließ hastig unter den erstaunten Blicken der Ratsmitglieder den prachtvollen Sitzungssaal.

Zurück in seiner kleinen Amtsstube setzte er sich schweißgebadet wieder an seinen Schreibtisch. Als er auf den kleinen Schemel gegenüber seinen Schreibtisch stierte, meinte er den Umriss des Fremden zu sehen, der zu ihm gekommen war. Groß und unheimlich und mit elegant übereinandergeschlagenen Beinen. In seinen Kopf dröhnte seine raue tiefe fremdländische Stimme.
„Ich bin in Eurer kleinen Stadt, weil ich etwas suche. Vielleicht könnt Ihr mir dabei helfen.“
Haider, der bis dahin vorsichtig abwartend auf sein Gegenüber geschaut hatte, hatte nur schmal gelächelt, um die Fassung zu bewahren.
„Schon möglich, dass ich das könnte, werter Herr. Aber im Moment müsst ihr wissen, wäre das sehr schwierig. Vielleicht morgen, wenn Ihr um die Mittagszeit wieder kommt, da könnte ich…“
„Soviel Zeit habe ich nicht! Ich komme von weit her, solltet ihr wissen.“ Die Stimme war scharf gewesen, als der Mann ihm einfach das Wort abgeschnitten hatte. Er hatte sich dann vorgebeugt und sein Barett nach oben geschoben. Das Gesicht, das der Vogt dann besser sehen konnte, war schwarz wie die Nacht war. Weiße Augen leuchteten vor ihm auf und schossen Lichtblitze wie kalte, funkelnde Edelsteine.
„Von sehr weit her.“
Seine rechte Hand war dann in den weiten Falten seiner geschlitzten Hose verschwunden, nur um dann einen Beutel mit klingenden Goldmünzen hervorzuholen. Mit einer schnellen Bewegung hatte er diesen über den Tisch geschoben, wobei sich der Beutel etwas geöffnet hatte und ein großes, Goldstück in einer fremden Währung herausgerollt war. Es kam direkt auf Haider zu, drehte sich ein paarmal um sich selbst, bevor es dann vor der Brust des Vogtes zum Stillstand kam.
„Das hier ist – sagen wir eine kleine Anzahlung für die Erfüllung eines kleinen Wunsches, den ich habe. Und sollte mir Eure Hilfe von Nutzen sein, ist es durchaus denkbar, das Ihr dasselbe nochmal erhaltet.“
Haider hatte nach kurzem Zögern die heraus gekullerte Münze in die Hand genommen und den Beutel an sich gezogen. Das Goldstück war echt, als er es prüfte. Er schluckte leicht. Soviel Edelmetall auf einen Haufen hatte er noch nie gesehen. Sein Herz hatte ihm bis zum Hals geschlagen, aber irgendwie hatte er es doch geschafft, seine Aufregung zu verbergen und die Fassung zu behalten. Er steckte das Goldstück wieder zurück, zog das Bändchen des Beutels zu und ließ diesen in einer Schublade seines Schreibtisches verschwinden. Der Fremde hatte diese Geste sofort verstanden. Haider Dreyfus hatte noch nicht einmal nach dessen Begehren fragen müssen.
Die Bitte, die der Fremde ihn vorgetragen hatte, war etwas ungewöhnlich gewesen, aber es hatte auch irgendwie zu diesen sonderbaren Fremden gepasst. Der Vogt hatte kurz nachgedacht, bevor er schließlich entgegnete:
„In einem solchen Fall sollten Euch eigentlich die Kirchenbücher weiterhelfen. Dummerweise sind diese bei einem Brand vor zwei Jahren vernichtet worden. Ein Jammer…Aber es gäbe da noch eine Möglichkeit, da Euch die Angelegenheit offenbar sehr wichtig ist. Ich wüsste da jemanden, der Euch weiterhelfen könnte und wo es vielleicht noch Unterlagen oder zumindest etwas in der Art gibt. Aber ich kann Euch nichts versprechen!“
„Und wer ist dieser Jemand?“ wollte der Fremde wissen, und der Vogt hatte ihm einen Namen und Ort genannt.

In einer schlangengleichen Bewegung hatte er sich dann erhoben und eine kleine und eine kleine Verbeugung angedeutet. Er jetzt hatte der Vogt auch den Säbel bemerkt, der einem versilberten Schwertgehänge an der Hüfte des Mannes gebaumelt hatte.
„War mir ein Vergnügen, mit Euch Geschäfte zu machen. Sollte Euer Ratschlag zum gewünschten Erfolg führen, komme ich Euch wieder besuchen. Wenn nicht…“
Die kleine Pause die er machte sagte dem Vogt bereits alles.
„Nun auch dann komme ich wieder. Ich denke ich muss nicht extra betonen, dass dieses Gespräch unter uns bleibt. Ein Wort zu irgendjemandem und …“
Er zog mit dem Finger eine Linie an seinem Hals entlang und ließ den unvollendeten Satz im Raum ausklingen.
„Wollte Ihr mir jetzt noch drohen?“ Haider war selbst erstaunt gewesen über seine wiedergewonne Kälte. „Ich könnte Euch die Garde ..“
„Denk an den zweiten Beutel. Mir scheint, ihr wart dem nicht ganz abgeneigt. Er könnte schon bald Euch gehören.“

Mit diesen Worten hatte der Fremde sich dann grußlos umgedreht und war so schnell durch die offene Tür verschwunden wie er aufgetaucht war. Noch immer konnte Haider Dreyfus die Absätze seiner Stiefel auf der Treppe hören. Fröstelnd schob der Vogt seine warme Wollschaube über die Schultern. Es war merklich kühler in der Kammer, so als würde noch immer ein kalter Wind durch die Stube wehen. Nach einer Weile öffnete er die Schublade noch einmal und wog den schweren Beutel Münzen in seiner Hand. Seltsamerweise wollte ihm dabei keine rechte Freude dabei aufkommen.
__________________
"Geh’ nicht hinter mir, vielleicht führe ich nicht. Geh’ nicht vor mir, denn ich könnte nicht folgen.
Geh’ neben mir, damit wir eins sind."
Ena'Enyat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2018, 23:16   #23
Mac Mahon
Prügelknabe
 
Benutzerbild von Mac Mahon
 
Registriert seit: Jul 2016
Beiträge: 50
Renommee-Modifikator: 0 Mac Mahon ist derzeit unbeurteilbar
Kapitel 17 Ein neuer Hauptmann

Aus den Wachtagebüchern der Stadt Trinsic,
Berichte des wachhabenden Offiziers Clay Mahon,
*es folgt ein unleserliches Datum*

Crawworth hat resigniert! Finth ist zum neuen Kapitän ernannt! Und Trinsic, unsere schöne Stadt steht unter Schock, nachdem man die Nachricht von Hauptmann unserer Wache, Crawworth auf seinem Schreibtisch gefunden hatte, hastig dahin geschmiert. Ein paar Worte darüber, das er die Trauer, die er über Harthams Tod empfunden hatte, nicht ertragen könnte. Und mit der Ankündigung, das er auf die Suche gehen würde, um die Wurzeln des Zog Cabals zu finden und zu enthüllen. Es gab keinerlei Hinweise darüber, wohin er unterwegs war und auch keine Anweisungen an uns außer der Ankündigung eines Nachfolgers.
Er überließ Finth Desryn, dem ehemaligen Waffeneister der Paladin’s Guild die Verantwortung.
Finth hat sich der Aufgabe mit folgenden Kommentaren gestellt:
„Obwohl Crawwort unter den guten Menschen unserer schönen Stadt sehr vemisst werden wird, können Sie sicher sein, dass die Sicherheit aller Mitglieder dieser Gemeinschaft sicher bleibt.“
Zu den jüngsten Angriffen auf die Sschreine hatte er keinen Kommentar, obwohl er darauf hinwies, dass er die Bildung einer Miliz zum Schutz der Schrebergärten am Mittwochabend fordern könnte.

Der Trinsicer Rat hat die Frage des Zog Cabal weiter vorangetrieben und eine ehemalige Ladenbesitzerin in Gewahrsam genommen, die einen kleinen Laden in der Nähe der örtlichen Taverne betrieb. Bevor die betreffende Person verhört werden konnte, erklärte sie:
„Crawworth ist auf der Suche nach Hartham, er wird ihm persönlich begegnen.“
Dann schluckte sie eine Mischung aus Giften, die mit denen identisch waren, die der faule Attentäter Duryn (der Hartham vor einem Monat er wordent hatte), trank.

Mehr zu diesem Thema im Laufe seiner Entwicklung.

---------------------------------------------------------------------------
Crawworth resigned! Finth named new captain - February 17th 1998
__________________
„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“
Antoine de Saint-Exupery (Werk: Die Stadt in der Wüste / Citadelle)
Mac Mahon ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.10.2018, 23:25   #24
Kalifa Dal'Maris
Diebin
 
Benutzerbild von Kalifa Dal'Maris
 
Registriert seit: Oct 2013
Beiträge: 60
Renommee-Modifikator: 0 Kalifa Dal'Maris ist derzeit unbeurteilbar
Kapitel 18 - Die Nacht des Schreckens - Der Tod Tali Desryns

Persönliche Berichterstattung für die sosarische Presse, Aufzeichnungen von Rylthae Penston für den Towncrier, *das Datum der Ausgabe ist verwischt und nicht mehr entzifferbar*

Schreine angegriffen! Juo'Nars Botschaft! Finth in Trauer! Die Welt im Aufruhr!

Die Welt von Britannia erlitt einen Angriff auf das Fundament unserer Zivilisation. Zeugen aus dem ganzen Land berichten von verheerenden Angriffen auf die Heiligtümer. Doch nachdem die Kriegsschreie nachgelassen hatten, scheint dies alles Teil einer großartigen Ablenkung gewesen zu sein.
Trinsic war die erste Stadt, die die Warnung herausgab. Der neu ernannte Hauptmann der Wache, Finth Desryn, rief Bürger aus dem ganzen Land auf, sich gegen eine Horde von Orks, Ogern, Ettins und Echsenmenschen zu verteidigen. Seltsamerweise arbeiteten diese Gruppen zusammen und zeigten einen einheitlichen Sinn für den Zweck. Die Echsenmenschen und Orkhorden, legendäre Rivalen nach ihren Territorialkriegen vor fast einem Jahrhundert, kämpften Seite an Seite.


Nachdem die örtlichen Wächter aus den Gemeinden und den Bürgern mobilisiert wurden, um die Schreine zu verteidigen, wurde der Bedrohung umgehend begegnet. Einige der Kämpfer berichteten über eine ungerade Qualität für die Bewegung und den Ton der Kreaturen. Es schien, als ob sie unter irgendeiner Form von Kontrolle standen. Für eine genauere Untersuchung wurden einige Leichen von Schlachtfeldern des Landes zusammengetragen.

Nachdem die Schreine verteidigt worden waren, wurde entdeckt, dass eine große Gruppe von Kreaturen eine Karawane auflauerte, die zwischen Trinsic und Skara Brae verkehrte. Normalerweise reist diese Karawane unter dem Schutz der Wachen, aber ihre Zahl war durch den Notfall drastisch reduziert worden.Nur mit einer leichten Eskorte versehen, gelang es der Karawane, in die Höhlen westlich von Trinsic zu entkommen. Leider wurden diese Höhlen zum Ort eines Gemetzels.
Obwohl keine offizielle Beschreibung der Waren und des Zwecks der Karawane veröffentlicht wurde, gaben mehrere Quellen innerhalb des Skara Brae Council zu, dass eine große Menge an Waffen und anderen Waffen vorhanden war.

Der Kopf dieses Wohnwagens war eine Tali Desryn, die Frau von Finth Desryn. Finth machte keinen Aufwand und verschwendete keine Zeit, um so viele Leute zu entsenden, wie er konnte, um die Karawane zu unterstützen. Ach, als die Gläubigen eine gewisse Halskette in seinen Besitz zurückbrachten, wußte er, daß seine Frau und alle anderen Karawanenmitglieder getötet worden waren. Ebenso wurde die folgende Nachricht an ihn übermittelt:


Hauptmann Desryn sagte nichts dazu; seit der Entdeckung des Todes seiner Frau betrauert er sie. Das einzige Mal, das die Leute ihn zu Gesicht bekamen war als er in der Nähe der Paladin-Halle trauerte, wo er und seine verstorbene Frau ihr Gelübde tauschten.

Mit Juo'Nars neuester Aussage scheint es, dass Britannia mehr größenwahnsinnige Ideologen hat, die Plattitüden der Vorherrschaft präsentieren wie jemals zuvor. Wir suchen nach einem Muster, aber diese Ereignisse passieren so schnell, dass eine Beurteilung schwierig ist.

Wir bei UP sind über diese Trends besorgt und werden weiterhin über alles, was passiert, auf dem neuesten Stand berichten. Sobald die forensischen Prüfer ihr Studium der gefallenen Kreaturen auf dem Schlachtfeld beendet haben, hoffen wir, dass wir noch mehr Informationen für dich haben.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------
A Night of Terror! Juo'Nar Claims Responsibility – BNN 19. Februar 1998
__________________
"Blumen in der Wüste. Die Augen des Kindes weit geöffnet. Tausend Millionen Sterne tanzen in dem Dunkeln Spiegeln des Wassers."
... aus einer Schriftrolle uralten Ursprungs

Geändert von Kalifa Dal'Maris (18.10.2018 um 08:55 Uhr).
Kalifa Dal'Maris ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort


Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Thema bewerten
Thema bewerten:

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu


Design by VBMode.com
Powered by vBulletin® Version 3.6.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.